Kategorie - Anatomie

Anatomie

05.03.2020 Anatomie Keine Kommentare

Während der Feldenkrais Lektionen werden hauptsächlich diese Knochen und Muskeln angesprochen und die Bewegung erfahrbar gemacht. Nach längerer Zeit wird es möglich, die feinen Bewegungen mehr und mehr zu differenzieren, was zu einer ganzheitlichen Körperwahrnehmung führt.

Faszien Feingefühl

30.05.2019 Anatomie Keine Kommentare

Der Workshop „Faszien Feingefühl“ war ein Erfolg.

Der Kurs war abwechslungsreich und liess die Teilnehmenden Erfahrungen mit den Übungen in verschiedenen Positionen machen.

Durch die Unterstützung von inneren Bildern werden die Übungen intensiver erlebt und der Körper entspannt sich. Die Einsatzgebiete sind weitreichend, von Sport, Reha, Therapie, Schule, Tanz, Musik, Kunst, Prävention bis zur persönlichen Entwicklung kann diese Methode/Technik benutzt werden.

„Der Raum ist dem Ort, was die Ewigkeit der Zeit ist.“

Joseph Joubert (1754 – 1824)

Videos zum Thema

Harald Xander
https://www.youtube.com/watch?v=5Rfnj-0mbeM
https://www.youtube.com/watch?v=PyCwe8weCy0
https://www.youtube.com/watch?v=_kww8rsr12U

Dr. Robert Schleip
https://www.youtube.com/watch?v=GLiVXP6J1nU
https://www.youtube.com/watch?v=0lNuqbDrXdg

Unser zentrales Atmungsorgan – die Lungen

01.06.2018 Anatomie Keine Kommentare

Pro Stunde atmen wir über 300 Liter Luft ein, treiben wir Sport, ist es mehr als das Zehnfache.

Durch die Atmung nimmt ein Mensch täglich etwa 10’000 bis 20’000 Liter Luft auf, etwa ein Fünftel davon wird als Sauerstoff aufgenommen und bei der Ausatmung wird Kohlendioxid (CO2) abgeatmet. Im Zusammenspiel mit Mund und Nase, Rachen, Luftröhre und Zwerchfell holt – vereinfacht gesagt – die Lunge beim Einatmen frische Luft in den Körper, filtert den lebensnotwendigen Sauerstoff heraus und transportiert das Kohlendioxid beim Ausatmen ab. Dabei dienen die Bronchien (sie teilen sich 22 Mal, bis sie in die feinen Bronchiolen münden) in den beiden Lungenflügeln als Luftverteiler und fangen Fremdkörper sowie Krankheitserreger ab. Wie Weinbeeren an einer Traube hängen dann an den feinen Bronchiolen die Lungenbläschen.

Was geschieht bei der Atmung?
Die Lunge funktioniert wie eine Pumpe. Beim Einatmen dehnen die Muskeln des Zwerchfells und der Rippen die Lunge. Sie selbst hat keine Muskulatur. Durch den Unterdruck wird frische Atemluft angesaugt und über die Bronchien zu den Lungenbläschen geleitet. Diese Bläschen (Alveolen) sind von rund 300 Millionen feinen Blutgefässen umgeben, in denen der eigentliche Gasaustausch mit dem Blut stattfindet. Das Blut nimmt den Sauerstoff auf und gibt Kohlendioxid zur Ausatmung an die Lungenbläschen ab. Die Lunge besteht übrigens aus zwei Lungenflügeln, wobei sich der rechte in drei und der linke bloss in zwei Lappen aufteilt, da hier das Herz einigen Raum einnimmt.

Physiologisch kann man sich vereinfacht die Atmung so vorstellen: Das venöse Blut (sauerstoffarm und stickstoffreich) gelangt zum Herzen und wird durch den rechten Herzvorhof und die rechte Herzkammer in die Lunge ausgeworfen (sogenannter kleiner Kreislauf oder Lungenkreislauf). Das in der Lunge mit Sauerstoff gesättigte arterielle Blut (sauerstoffreich und stickstoffarm) wird dann über den linken Herzvorhof und die linke Herzkammer in den sogenannten grossen Kreislauf ausgeworfen und der Sauerstoff gelangt nun mit dem Blut zu den Zellen, um diese mit O2 zu versorgen.

Kleine Atemübung im Sitzen oder auf dem Stuhl
Legen Sie eine Hand auf den Bauch, die andere auf die Gegenüberliegende Seite auf die Lende (mit dem Handrücken). Atmen Sie ein und aus und beobachten Sie die Bewegung zwischen Ihren Händen. Nehmen Sie das Volumen wahr. Wiederholen Sie 2-3 x.

Legen Sie Ihre Hände auf die seitlichen Rippenbögen. Die Arme sind verschränkt und ruhen angenehm auf dem Brustkorb. Spüren Sie, wie sich die Rippenbögen beim Einatmen seitlich ausdehnen und beim Ausatmen wieder zusammen kommen. Wiederholen Sie 2-3 x.

Legen Sie Ihre Hände auf die Schlüsselbeine. Atmen Sie ein und aus und beobachten Sie wie sich Ihre Schlüsselbeine anheben und senken. Wiederholen Sie 2-3 x.

Legen Sie Ihre Hände auf die Oberschenkel und spüren Sie nach, was sich verändert hat.

Das Gehirn – unser wichtigstes Organ

13.04.2018 Anatomie Keine Kommentare

Hundert Milliarden Nervenzellen hat das Gehirn eines erwachsenen Menschen. Das ist gleich viel, wie es Sterne in der Milchstrasse hat, und 15x mehr, als es Menschen auf der Erde gibt. Jede einzelne Nervenzelle kann Kontakt mit 20’000 anderen knüpfen. Das Gehirn, nicht viel schwerer als ein Kilogramm, ist damit die komplexeste uns bekannte Struktur im Universum.

Das Gehirn steuert unseren Körper, unsere Sinne und Gefühle. Es verarbeitet Erfahrungen und passt sich auf wundersame Weise an neue Situationen an. Und wir wissen heute, dass es ein Leben lang Neues lernt.

Die Hirnrinde

Die Hirnrinde verdankt ihre grosse Oberfläche den vielen Furchen, Einstülpungen und Falten. Nur so finden die Milliarden von Nervenzellen, die ein gesundes Gehirn zum Funktionieren braucht, auch genügend Raum. Alle menschlichen Tätigkeiten, das Wissen, Können und Fühlen, die Fähigkeit zu denken, zu analysieren und wahrzunehmen, lassen sich bestimmten Regionen in der Hirnrinde zuordnen und sind durch ein grosses Netzwerk miteinander verbunden.

Das Limbische System

Das Limbische System ist eines der Zentren der Gefühle und der Emotionalität. Es steht auch im Dienste des Gedächtnisses und des Geruchsinns. Hirnrinde (Cortex) und Limbisches System arbeiten eng zusammen. Deshalb sind auch Wissen und Gefühle immer miteinander verbunden. Heute weiss man, dass die optimale Verbindung zwischen dem Limbischen System und der Hirnrinde erst im Alter zwischen 40 und 60 Jahren zustande kommt. Diese gewonnene Balance wischen Gefühl und Wissen ist die Grundlage der Altersweisheit.

Das Kleinhirn

Das Kleinhirn, das durch seine Faltstruktur wie eine reich verzierte Baumkrone aussieht, dient der Verfeinerung und Koordination der Bewegungen. Es übernimmt wichtige Aufgaben für das Gleichgewichtsgefühl und steuert die Augenbewegungen.

Das Stammhirn

Das Stammhirn schliesslich, der Anfang des Rückenmarks, ist das wichtigste Koordinationszentrum für alle lebensnotwendigen Funktionen wie Atmung, Kreislauf und Verdauung.

Das Gehirn bleibt auch im Alter formbar
Im hohen Alter wird die schützende Fettschicht um die Nerven, das Myelin, wieder abgebaut. So werden elektrische Signale im Hirn langsamer übertragen. Heute wissen wir aber: Zwischen dem zwanzigsten und dem neunzigsten Lebensjahr nimmt die Anzahl Hirnzellen nur um etwa zehn Prozent ab, und auch im hohen Alter bleibt das Gehirn plastisch. Es bildet noch immer neue Synapsen!

Das heisst, das Gehirn entwickelt sich ein Leben lang. Es knüpft auch im hohen Alter noch neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen, verstärkt sie oder baut sie ab, je nach Gebrauch. Deshalb ist es wichtig, sein Gehirn zu beschäftigen, indem man neugierig bleibt und stetig Neues lernt.

Mit der Feldenkrais Methode wird dieser Vorgang ständig aktiviert.

was sind Faszien ?

09.11.2017 Anatomie Keine Kommentare

Dank dem Faszientraining nach Dr. Robert Schleip erleben Bewegungsformen ein Comeback, die bei Gelenk- und Muskelschmerzen lange Zeit gemieden wurden. Doch was sind Faszien? Abgeleitet von lateinisch «fascia» (Binde, Band, Bandage), bezeichnet der Begriff so viel wie das Bindegewebe. Faszien finden sich fast überall im Körper, in der Haut, aber auch in den Knorpeln, den Knochen, den Gelenken, den Sehnen, den Muskeln und den Organen, einschliesslich des Gehirns und des Rückenmarks.

Bestimmte Zellen in den Faszien wie z.B. die Fibroblasten produzieren Unmengen verschiedener Stoffe, vor allem Elastin und Kollagenfasern. Kollagen ist eine besondere Form von Eiweiss. Kollagenfasern können sich zu Strängen vernetzen, die die Zugfestigkeit von Stahl erlangen.

Ebenso stellen die Fibroblasten lockere Fasern her, die sich durch das Elastin um mehr als das Doppelte ihrer Länge dehnen können. Sie liegen zwischen Muskeln, Organen und anderem Gewebe und dienen gleichzeitig als Schmiermittel und Klebstoff. Je geschmeidiger und elastischer diese Fasern sind, desto besser vermögen wir uns körperlich wahrzunehmen, desto beweglicher und leistungsfähiger ist unser Körper.

Vor allem aber ist die moderne Faszienforschung zu der Erkenntnis gekommen, dass alle Faszien im Körper zusammenhängen. Sie bilden ein feinmaschiges Geflecht, das alle Muskeln, Knochen, Organe usw. umhüllt und durchdringt. Das ist am Beispiel der Muskeln so zu verstehen, dass nicht nur der Muskel als Ganzes in ein fasziales Netz verpackt ist, sondern jeder einzelne Muskelstrang und jede einzelne Muskelzelle. Ohne Faszien verlören die Muskeln ihre Form, die Knochen ihren Halt und würden die Organe im Körperinnern herumpurzeln.

Erstaunliche Eigenschaften der Faszien

Seit sich Faszien im hochauflösenden Ultraschall beobachten lassen, konnte die Forschung erstaunliche Entdeckungen machen. So vermögen sich Faszien unabhängig von Muskeln zusammenzuziehen. Sie speichern Energie und organisieren die Kraftübertragung der Muskeln. Weiter enthalten Faszien sehr viel mehr Bewegungssensoren und Schmerzrezeptoren, als sich in den Muskeln und den Gelenken finden lassen. Das macht das Bindegewebe zum grössten Sinnesorgan des Menschen. Es ist eng mit dem vegetativen Nervensystem verbunden und sendet unablässig Signale ins Gehirn. Es sind die Faszien, die uns befähigen, unseren Körper wahrzunehmen und alle Bewegungen zu choreographieren, ohne unser Bewusstsein auf jeden einzelnen Schritt oder Akt lenken zu müssen. Zudem haben Faszien eine emotionale Erinnerung. Sie speichern alles Erlebte, namentlich auch Schmerzen.

Faszien und Rückenschmerzen

Faszien reagieren empfindlich auf verschiedene Reize, darunter Stress, Überlastung durch zu viel Sport ebenso wie Unterforderung durch Bewegungsmangel. Unter solchen Bedingungen verdicken, verkleben und verfilzen sich die elastischen Faszien und senden Signale an die Muskeln mit der Folge, dass diese Entzündungsstoffe ausschütten.

Die Faszienforscher haben insbesondere die Lendenfaszie im Verdacht, nach diesem Szenario Kreuzschmerzen zu verursachen. Die Lendenfaszie ist die grösste Faszie im Körper. Sie liegt oberhalb des Beckens und verbindet die Rückenmuskeln mit dem Gesäss- und den Oberschenkelmuskeln.

Faszien-Fitness

«Wer sich nicht bewegt, verklebt», sagt der Faszienforscher Robert Schleip. Regelmässige Bewegung regt die Fibroblasten dazu an, alte Faszienzellen durch neue, geschmeidige zu ersetzen. Besonders stimulierend wirken elastisch federnde Bewegungen wie springen, hüpfen und tanzen sowie möglichst langkettige Dehnungen. «Langkettig» meint in diesem Zusammenhang, nicht nur die Wade oder den Oberschenkel zu dehnen (wie beim herkömmlichen Stretching), sondern zum Beispiel gleichzeitig den unteren Rücken, den Po und die Beine bis zur Fusssohle (Plantarfaszie) in eine einzige, zusammenhängende Dehnübung einzubeziehen.

Faszientraining – mit dem richtigen Set geht’s leichter

09.11.2017 Anatomie Keine Kommentare

Haben Sie muskuläre Verspannungen, die sich als Schmerzen äussern? Dann ist es Zeit, dass Sie die Faszien wieder ins Gleichgewicht bringen.

Besorgen Sie sich das passende Set bestehend aus:

– Black Roll medium soft Grösse 30 x 15 cm (Ober- und Unterschenkelmuskulatur, Gesäss)
– Mini Rolle Ø 5,2 cm, Länge 15 cm (Fuss, Arme)
– Black Roll kleiner Ball Ø 8 cm (Fuss, Gesäss)
– Black Roll grosser Ball Ø 12 cm (Fuss, Gesäss)

Alle Produkte können auch einzeln gekauft werden. Shop

Übungen mit den Rollen und Bällen.

Wie kommt es zum Wadenkrampf?

13.09.2017 Anatomie 1 Kommentar

Jeder Muskel besteht aus zahllosen Muskelfasern, die mit feinen Nerven verbunden sind. Über diese Nerven schickt das Gehirn bei einer Muskelbewegung einen Reiz, der die Muskelfasern zum Zusammenziehen anregt. Es kommt zu der gewünschten Muskelanspannung. Normalerweise tritt dann anschließend eine Entspannungsphase ein. Wenn aber ein unwillkürlicher Nervenreiz auftritt, kann sich der Muskel nicht entspannen – er verkrampft sich.

Häufige Ursachen für Wadenkrämpfe im Überblick

Die Ursachen eines Wadenkrampfs sind zumeist harmlos, manchmal können Wadenkrämpfe aber auch auf eine ernsthafte Erkrankung hindeuten. Zu den häufigen Ursachen von Wadenkrämpfen gehören:

Störungen im Elektrolythaushalt wie zum Beispiel Magnesiummangel

  • Überanstrengung bei der Arbeit und beim Sport
  • Übermüdung
  • Langzeiteinnahme von bestimmten Medikamenten
  • Durchblutungsstörungen in den Beinen
  • Nervenstörungen in den Muskelfasern
  • Arthrose im Kniegelenk

Mehr zum Thema: http://www.gesundheit.de/fitness/sport-bewegung/sportwissen/wadenkraempfe

Ältere Menschen leiden oft darunter. Im Alter nimmt die Muskelmasse ab und die Muskeln verkürzen sich. Steuert man diesem Prozess nicht mit regelmässiger Bewegung entgegen, verkrampfen sich die Waden. Ausserdem sollte man genügend Flüssigkeit trinken. Zu wenig Flüssigkeit fördert Wadenkrämpfe.

Unsere Hände begreifen – das Wunderwerkzeug Hand

09.08.2017 Anatomie Keine Kommentare

In der digitalen Gesellschaft kommunizieren die Menschen auch nach Feierabend noch via Facebook oder SMS. Diese Entwicklung stellt unsere Hände und deren Belastungsfähigkeit vor neue Herausforderungen. Mehr…