Kategorie - Bewusstheit durch Bewegung

Der Akt des Aufstehens – eine Fähigkeit zur Selbstverteidigung

24.10.2018 Aufstehen, Bewusstheit durch Bewegung, Einzelstunden, Gruppenstunden Keine Kommentare

Aufstehen und nach unten gehen sind Überlebensfähigkeiten, die den Körper in Reaktion auf Bedrohungen in der Umwelt schützen.

Aufstehen ist eine Handlung, die dadurch charakterisiert ist, dass das Zentrum der Schwerkraft aus seiner ursprünglichen Position gehoben wird – in einer harmonischen Bewegung, die aus einem bestimmten Grund veranlasst wird: Unterschiedliche Ausgangspositionen können die Anfangshandlung bestimmen, die zum Aufstehen und/oder durch verschiedene Positionen führt.

Zum Beispiel: Liegend auf dem Boden, sitzend, kniend, auf allen Vieren oder vornüber gebeugt. Nach oben zum Stehen kommen, ist eine unerlässliche tägliche Handlung, die mit dem Alter schwieriger wird.

Einige wesentliche Punkte, die entscheidend für das Erlernen und Ausführen vom Sitzen zum Stehen sind:

Zweckmässige Aufstellung der Füsse, bevor man aufsteht

Die Füsse sollten in einer ähnlichen Position auf der Fläche (Boden) sein wie im Stehen. Die Aufmerksamkeit muss auf die Stellung der Füsse in Relation zueinander gerichtet sein wie auf den Abstand beider Füsse im Verhältnis zum Zentrum der Schwerkraft.

Die Blickrichtung und die Absicht, die zum Aufstehen führt

Mit einer Rotation aufzustehen bringt den Vorteil, dass dabei ein grösserer Raum beobachtet werden kann. Die Augen müssen Veränderungen in der Umgebung während des Handlungsablaufs wahrnehmen.

Das Aufstehen beenden und weiterführen

Es ist wichtig, die Geschwindigkeit der Aktion sowie die Vorbereitungen für ihren Abschluss zu berücksichtigen. Falls man das Gleichgewicht verliert, muss man sich erneut abstützen, indem man die Füsse an einen besseren Platz bringt. Es ist häufig nötig, einen schritt zu machen, um das Gleichgewicht wieder zu erlangen. Effiziente Organisation führt zu eine schnelleren, weniger anstrengenden Aktion.

Umkehrbarkeit

Ein wichtiger Aspekt um zu lernen, wie man aufsteht, ist das Bewusstsein von der Umkehrbarkeit der Handlung. Man sollte sich darüber bewusst werden wie man vom Stehen ins Sitzen kommt.

Die Kampfkünste haben eine wichtige Rolle im leben von Moshe Feldenkrais gespielt, der als junger Mann gekämpft hat, um zu überleben. Er hat die Überlebenskonzepte in seine Methode eingebaut.

In einer persönlichen Beratung / Einzelstunde erlernen Sie diese leichte Methode vom Sitzen zum Stehen und zurück.

Auszeit in der Natur „Bewusstheit durch Bewegung im Stehen“

05.06.2018 Aktiv im Freien, Bewusstheit durch Bewegung Keine Kommentare

In diesem Kurs steht folgendes im Vordergrund:

  • wie stehe ich da – Vergleich vorher / nachher
  • wie nehme ich die Aussenwelt wahr (lasse ich mich ablenken oder bleibe ich bei mir; Vogelgezwitscher, Fluglärm, Insekten, Katzen, etc.)
  • verändert sich meine Atmung
  • wohin geht meine Aufmerksamkeit während der Bewegungen

Sie bewegen sich zu einem bestimmten Thema (beugen und strecken, Gleichgewicht, Stehen, Gehen, Drehen) und versuchen, die Bewegungen so leicht wie möglich auszuführen.

Ziel: Gemeinsam den Alltagsstress loslassen, den Körper stärken und die Seele baumeln lassen

Die Wiese der Stiftung Hirzelheim in Regensberg lädt gerade dazu ein, das obige Ziel mit Leichtigkeit zu erreichen. Der Blick in die Ferne entspannt, die frische Luft nährt die Lungen und die Zeit, die Sie sich widmen, nährt Ihre Seele.

Es gibt viele gute Gründe, sich in der Natur zu bewegen:

  1. zurückziehen vor Stress und psychischen Belastungen
  2. sich Ruhe und Entspannung gönnen
  3. Das Immunsystem stärken
  4. Zurück zum Ursprung des Lebens, die Natur wieder schätzen lernen

Geplante Kurse

Übergänge – Vorbereitung zur Judorolle (ATM)

11.04.2018 Bewusstheit durch Bewegung Keine Kommentare

Vor zwei Wochen leitete ich den ersten Teil der Lektion an, die darauffolgende Woche den zweiten Teil. Die ersten Bewegungen finden hauptsächlich im Sitzen statt, indem die Beuge- und Streckmuskeln des Rumpfes vorbereitet werden. In Rückenlage wird der Kopf mit Hilfe der Hände angehoben und in Richtung Knie bewegt. Während der ganzen Lektion liegt der Fokus auf der Atmung. Diese unterstützt die etwas anstrengenden Bewegungen.

Im zweiten Teil finden verschiedene Positionen in Sphinx Stellung, im Stehen, wieder im Sitzen und in der Rückenlage sowie am Ende im Vierfüssler statt. Im Vergleich zu anderen Feldenkrais Lektionen werden die Teilnehmenden gefordert, nach jeder Bewegung wieder eine andere Position einzunehmen. Auch der Vierfüsslerstand bereit für viele eine Herausforderung, da es ihnen nicht möglich ist, schmerzfrei auf Händen und Knien zu sein.

  

In diesem Fall gibt es immer eine alternative Position wie auf diesem Foto ersichtlich. Ich biete denjenigen eine andere Position an, in der sie die Bewegung ebenfalls ausführen können.

In beiden Gruppen sind Teilnehmende zwischen 60 und 82 Jahren. Ich staune immer wieder, wie jede/-r eine derart komplexe Lektion auf seine ganz eigene Art ausführt und nach möglichen Bewegungen sucht, die im schmerzfreien Bereich ausgeführt werden können.

Auch für mich war es eine Herausforderung,  die Teilnehmenden zu motivieren und unterstützen. Das schönste am Ende der Lektion ist zu erleben wie glücklich, dass alle sind, auch wenn ab und zu mit Muskelkater an den darauf folgenden Tagen zu rechnen ist.

Hier seht ihr die Judorolle live.

Wie die Brettarbeit das Gleichgewicht verbessert

12.09.2017 Bewusstheit durch Bewegung Keine Kommentare

Die Feldenkrais Brettarbeit in der Gruppenstunde

Mit der Brettarbeit beweglicher werden. Durch den Einsatz eines Holzbrettes lernt unser Körper sich auf die feinen Bewegungen der Füsse, Beine, Hüfte und des Beckens einzulassen und das Brett so zu balancieren, dass es auf der Fusssohle bleibt.

Diese Arbeit fördert das Gleichgewicht, die Beweglichkeit der Gelenke, das Körperbewusstsein und die Feinmotorik.

Ausprobieren lohnt sich.

  

Geschicklichkeit – Konzentration – Feingefühl – Gespür – Freude

Was heisst „Bewusstheit durch Bewegung“

12.09.2017 Bewusstheit durch Bewegung, Feldenkrais Methode Keine Kommentare

In der Medizin wird überwiegend die Struktur bewertet: die Knochen und Gelenke im Hinblick auf Verschleiss, Fehlstellung…

In der Feldenkrais Methode wird das Funktionsmuster betrachtet, wie ist das Becken in die Rotation einbezogen, wie ist die Beziehung von Ohr zur Schulter beim Gehen, wie arbeiten die Arme und Hände beim Greifen, bei alltäglichen Handlungen.

Die Feldenkrais Methode geht davon aus, dass Bewegungsvergessenheit und ungünstiger Gebrauch des Körpers eine Erklärung für Schmerzen sind.

Langsamkeit und Zeit für sich und das eigene Bewegungsempfinden sind oft wichtige Gegensätze zum „Berufsalltag“.

Bewegungsprobleme und Schmerzen können durch Dauerbeanspruchungen von Muskeln und Gelenken entstehen – und auch wieder gelöst werden.

Äussere Belastungen erzeugen oft unbewusst zusätzliche muskuläre Spannungen. Manchmal festigen oder verkörpern sich diese Muskelverspannungen dauerhaft. Die Feldenkrais Methode kann helfen, diese Spannungen zu entdecken und positiv zu beeinflussen.

Jeder Mensch lernt dabei entsprechend seiner inneren und äusseren Haltung auf seine ganz eigene Weise.

In der Feldenkrais Methode können alle „mitspielen“ – unabhängig von Alter.

Die Feldenkrais Methode berücksichtigt den Menschen mit seinen Problemen, Bedürfnissen, Wünschen und Zielen und eröffnet mehr Wahlmöglichkeiten für das eigene Bewegungsverhalten.