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Das Gehirn – unser wichtigstes Organ

13.04.2018 Organe Keine Kommentare

Hundert Milliarden Nervenzellen hat das Gehirn eines erwachsenen Menschen. Das ist gleich viel, wie es Sterne in der Milchstrasse hat, und 15x mehr, als es Menschen auf der Erde gibt. Jede einzelne Nervenzelle kann Kontakt mit 20’000 anderen knüpfen. Das Gehirn, nicht viel schwerer als ein Kilogramm, ist damit die komplexeste uns bekannte Struktur im Universum.

Das Gehirn steuert unseren Körper, unsere Sinne und Gefühle. Es verarbeitet Erfahrungen und passt sich auf wundersame Weise an neue Situationen an. Und wir wissen heute, dass es ein Leben lang Neues lernt.

Die Hirnrinde

Die Hirnrinde verdankt ihre grosse Oberfläche den vielen Furchen, Einstülpungen und Falten. Nur so finden die Milliarden von Nervenzellen, die ein gesundes Gehirn zum Funktionieren braucht, auch genügend Raum. Alle menschlichen Tätigkeiten, das Wissen, Können und Fühlen, die Fähigkeit zu denken, zu analysieren und wahrzunehmen, lassen sich bestimmten Regionen in der Hirnrinde zuordnen und sind durch ein grosses Netzwerk miteinander verbunden.

Das Limbische System

Das Limbische System ist eines der Zentren der Gefühle und der Emotionalität. Es steht auch im Dienste des Gedächtnisses und des Geruchsinns. Hirnrinde (Cortex) und Limbisches System arbeiten eng zusammen. Deshalb sind auch Wissen und Gefühle immer miteinander verbunden. Heute weiss man, dass die optimale Verbindung zwischen dem Limbischen System und der Hirnrinde erst im Alter zwischen 40 und 60 Jahren zustande kommt. Diese gewonnene Balance wischen Gefühl und Wissen ist die Grundlage der Altersweisheit.

Das Kleinhirn

Das Kleinhirn, das durch seine Faltstruktur wie eine reich verzierte Baumkrone aussieht, dient der Verfeinerung und Koordination der Bewegungen. Es übernimmt wichtige Aufgaben für das Gleichgewichtsgefühl und steuert die Augenbewegungen.

Das Stammhirn

Das Stammhirn schliesslich, der Anfang des Rückenmarks, ist das wichtigste Koordinationszentrum für alle lebensnotwendigen Funktionen wie Atmung, Kreislauf und Verdauung.

Das Gehirn bleibt auch im Alter formbar
Im hohen Alter wird die schützende Fettschicht um die Nerven, das Myelin, wieder abgebaut. So werden elektrische Signale im Hirn langsamer übertragen. Heute wissen wir aber: Zwischen dem zwanzigsten und dem neunzigsten Lebensjahr nimmt die Anzahl Hirnzellen nur um etwa zehn Prozent ab, und auch im hohen Alter bleibt das Gehirn plastisch. Es bildet noch immer neue Synapsen!

Das heisst, das Gehirn entwickelt sich ein Leben lang. Es knüpft auch im hohen Alter noch neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen, verstärkt sie oder baut sie ab, je nach Gebrauch. Deshalb ist es wichtig, sein Gehirn zu beschäftigen, indem man neugierig bleibt und stetig Neues lernt.

Mit der Feldenkrais Methode wird dieser Vorgang ständig aktiviert.